Der RHC Wimmis musste am Donnerstagabend im Auswärtsspiel beim RSC Uttigen eine verdiente 1:4-Niederlage hinnehmen. In einer Partie zweier formstarker Teams gaben am Ende Effizienz, stabile Defensivarbeit und einige individuelle Fehler den Ausschlag zugunsten der Aaretaler.
Wimmis startete engagiert und traf gleich mit der ersten Aktion den Pfosten, tat sich in der Folge jedoch schwer, gegen die tief stehenden Gastgeber zu klaren Abschlüssen zu kommen. Uttigen verteidigte kompakt, liess kaum Räume zu und wartete geduldig auf Kontermöglichkeiten. In der 15. Minute nutzte Nick Matti einen solchen Moment: Er gewann das Sprintduell über die Seite, wurde nicht konsequent angegangen und traf zur Führung. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Gäste. Nach einem missglückten Klärungsversuch blieb der Ball im Strafraum liegen, Jonathan Scheer erhöhte auf 2:0 – erneut begünstigt durch einen individuellen Fehler in der Wimmiser Defensive.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Uttigen den besseren Start. Nur zwei Minuten waren gespielt, als Matti mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 stellte, wobei die Sicht vor Wimmis-Torhüter Joel Iseli verdeckt war. Wimmis versuchte zu reagieren, erhöhte den Druck und hatte wenig später die grosse Möglichkeit zum Anschlusstreffer: Ramon Meier scheiterte jedoch vom Penaltypunkt am stark parierenden Uttiger Torhüter Janis Zaugg. Statt nochmals heranzukommen, öffneten sich in der Folge Räume, welche die Gastgeber in der 41. Minute eiskalt ausnutzten. Yves Walther stand dabei alleine vor dem Tor und schob zum 4:0 ein. Immerhin gelang Wimmis wenig später noch der Ehrentreffer, als Jonathan Brand einen Konter zum 4:1 abschloss.
Kurz vor Spielende sorgte eine unschöne Szene nochmals für Aufregung. Jonathan Pfaehler sah die Rote Karte, nachdem er sich zu einem Schubser hatte hinreissen lassen. Vorausgegangen war ein Duell mit Nick Matti, der mit zwei Treffern und grosser Präsenz eine überragende Partie zeigte. Provokationen gehören im Rollhockey dazu - Matti ist jedoch ein Spieler, der diese gerne sucht, auf Gegenwehr aber wenig tolerant reagiert. Eine Situation, auf die man aus Wimmiser Sicht dennoch nicht hätte eingehen dürfen.
Am Ende war Uttigen die effizientere Mannschaft und brachte den Vorsprung abgeklärt ins Ziel. Wimmis fand zu selten zu klaren Torchancen und wurde für individuelle Fehler konsequent bestraft. In der Meisterschaft stehen beide Teams nun mit je 15 Punkten auf den Rängen zwei und drei, wobei Uttigen noch ein Spiel weniger absolviert hat.
Am nächsten Tag stand für die Oberländer bereits die Reise nach Sarzana (I) an, wo am Samstag das Rückspiel im Europacup-Viertelfinal der WSE-Trophy auf dem Programm stand.
RSC Uttigen: Janis Luca Zaugg, Andy Hostettler; Nick Matti, Simon Rubi, Fabien Waridel, Jonathan Scheer, Leonard Scheer, Robin Schaffer, Yves Walther; Sascha Frey (Coach)
RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Jonathan Brand, Simon Brand, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Loris Thönen, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)
Schiedsrichter: Steff Jordi, Nolwenn-Beatrice Spohrer
Tore: 1:0 / N. Matti (14:36), 2:0 / J. Scheer (20:21), 3:0 / N. Matti (27:06), 4:0 / Y. Walther (40:35), 4:1 / J. Brand (45:42)
Strafen: 1 x 4 Min. RHC Wimmis





