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RHCW Clubheft

Nächstes Spiel NLA

Samstag, 28. Februar 2026
Pully RHC : RHC Wimmis
18:00 | Pully, Pully

Nächstes Spiel 1. Liga

Schnuppertraining-2022

Der RHC Wimmis feierte am Samstagabend einen wichtigen 6:4-Heimsieg gegen den Genève RHC und hielt damit den Anschluss im Rennen um die Playoff-Plätze. Zwischen Rang 3 und 6 liegen aktuell lediglich vier Punkte, was die Bedeutung dieses Erfolgs zusätzlich unterstreicht.

Der Start in die Partie misslang Wimmis zunächst. Ein Ballverlust im Spielaufbau ermöglichte den Gästen einen schnellen 2-gegen-1-Konter, den Maé Brenas nach gut drei Minuten mit einem wuchtigen Abschluss in den Winkel zur frühen Genfer Führung nutzte. Die Reaktion der Gastgeber folgte jedoch prompt. Nur Sekunden später musste Lucas Pahud nach einem Stockschlag ins Gesicht von Patrick Wittwer mit einer Blauen Karte auf die Strafbank – und Wimmis nutzte das erste Powerplay eiskalt aus. Sandro Meier glich mit einem schnellen Abschluss aus, ehe Jonathan Brand im selben Überzahlspiel einen scharfen Pass vors Tor spielte, der von einem Genfer Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wurde und so zur Wimmiser Führung führte.

Wimmis blieb dominant und zeigte sich weiterhin effizient. Meier erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 3:1, ehe die Gäste zwar nochmals zu einer Unterzahlsituation gezwungen wurden, diese aber überstanden. Kurz vor der Pause folgte die dritte Blaue Karte gegen Genf – und erneut schlug das Powerplay der Hausherren zu. Keita Graf traf nur sechs Sekunden nach Beginn der Überzahl volley aus der Luft zum 4:1-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie endgültig in Richtung Wimmis zu kippen. Ramon Meier verwertete einen Penalty souverän zum 5:1, doch kurz darauf brachte sich Wimmis selbst wieder in Bedrängnis. Nach einer Blauen Karte gegen Graf nutzte Genf das folgende Powerplay doppelt aus. Zweimal war es Lucas Pahud, der traf und die Gäste innerhalb weniger Minuten zurück ins Spiel brachte. Der RHC Wimmis wirkte in dieser Phase defensiv ungeordnet, Trainer Rui Ribeiro reagierte folgerichtig mit einem Timeout.

Trotzdem kam Genève weiter heran. Nach dem 15. Teamfoul gegen Wimmis verwandelte Thomas Julien den Direkten Freistoss zum 5:4 und machte die Partie endgültig wieder offen. Die Oberländer zeigten sich nun kurzzeitig nervös, fanden aber rechtzeitig wieder Stabilität. Als Genf in der Schlussphase über das ganze Feld presste, nutzte Keita Graf den freien Raum konsequent aus, lief alleine auf das Tor zu und entschied die Partie mit seinem zweiten Treffer zum 6:4-Endstand.

Insgesamt zeigte Wimmis über weite Strecken eine überzeugende Leistung, kontrollierte das Spielgeschehen und präsentierte sich im Powerplay äusserst effizient. Nachlässigkeiten nach dem 5:1 brachten die Gäste zwar nochmals zurück ins Spiel, doch in der entscheidenden Phase bewahrte das Team Ruhe und setzte den Schlusspunkt.

Der Sieg ist verdient und zugleich wichtig im Kampf um die Playoff-Plätze. Nun folgt für den RHC Wimmis eine zweiwöchige Spielpause, ehe es am 28. Februar auswärts in Pully mit der nächsten richtungsweisenden Begegnung weitergeht.

RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Elias Kauter; Jonathan Brand, Simon Brand, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Nino Sahli, Loris Thönen, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Genève RHC: David Diaz Cosme, Cyrille Schweizer; Maé Yann Louis Brenas, Ramos Gorgojo Pelayo, Federico Iranzo, Lucas Pahud, Titouan Brenas, Thomas Julien, Alfredo Portugal Cartagena

Schiedsrichter: Urs Rubi, Rui Miguel Oliveira Faria

Tore: 0:1 / M. Brenas (03:33), 1:1 / S. Meier (04:41), 2:1 / J. Brand (05:16), 3:1 / S. Meier (06:58), 4:1 / K. Graf (23:30), 5:1 / R. Meier (29:36), 5:2 / L. Pahud (30:18), 5:3 / L. Pahud (31:04), 5:4 / T. Julien (45:21), 6:4 / K. Graf (48:15)

Strafen: 1 x 2 Min. RHC Wimmis / 3 x 2 Min. Genève RHC

Der RHC Wimmis unterlag am Samstag auswärts beim RC Biasca mit 1:4. Das Resultat widerspiegelt den Spielverlauf nur bedingt, denn die Oberländer zeigten über weite Strecken eine engagierte und spielerisch ansprechende Leistung, scheiterten jedoch erneut an der mangelnden Effizienz in den entscheidenden Momenten.

Biasca erwischte den besseren Start und kam früh zu zwei Penaltys. Nachdem Pedro Costa den ersten Versuch von Pablo Saez noch stark parierte, blieb der Argentinier beim zweiten Duell eiskalt und brachte sein Team in Führung. Wimmis brauchte etwas Zeit, um ins Spiel zu finden, kam danach aber besser zurecht und begegnete den Gastgebern zunehmend auf Augenhöhe. Dennoch erhöhte Biasca kurz vor der Pause: Gregorio Boll wurde im Slot zu wenig konsequent verteidigt und verwertete eine hohe Hereingabe volley zum 2:0. Auf der Gegenseite verpasste Wimmis den Anschlusstreffer mehrfach – entweder scheiterte man am stark haltenden Francisco Veludo oder an der Torumrandung.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Wimmis phasenweise klar das Spieldiktat. In diese Druckphase hinein fiel jedoch der nächste Rückschlag: Ein überhasteter Abschluss leitete einen Konter ein, den Boll mit einem wuchtigen Schuss zum 3:0 abschloss. Trotz dieses Rückstands blieb Wimmis ruhig, suchte weiter konsequent den Weg nach vorne und wurde schliesslich belohnt. Sandro Meier zog bei einem Gegenstoss zur Mitte und überraschte Veludo mit einem präzisen Backhand-Schuss zum verdienten 3:1. Kurz darauf überstand Wimmis auch eine zweiminütige Unterzahl ohne Gegentreffer und hielt die Partie offen.

In der Schlussphase drängte Wimmis weiter auf den Anschlusstreffer, liess jedoch erneut beste Möglichkeiten ungenutzt. Die Oberländer trafen insgesamt viermal die Torumrandung und blieben sowohl bei zwei Penaltys als auch bei zwei Direkten Freistössen ohne Torerfolg. Biasca zeigte sich in dieser Hinsicht abgeklärt und nutzte nach dem zehnten Teamfoul den Direkten Freistoss durch Saez zum 4:1-Endstand.

Am Ende steht für Wimmis eine Niederlage, die vor allem aufgrund der eigenen Chancenverwertung schmerzt. In einer emotional geführten Partie, die von den Unparteiischen nicht immer glücklich geleitet wurde, hätte mehr möglich sein können. Die Leistung stimmt jedoch zuversichtlich. Im engen Tabellenmittelfeld zählt nun jeder Punkt – im kommenden Heimspiel gegen den Genève RHC ist ein Sieg Pflicht, um den Playoff-Traum am Leben zu halten.

RC Biasca: Francisco Rodrigo Da Silva Veludo, Fabian Lehnherr; Timoty Devittori, Mattia Bigiotti, Pablo Daniel Saez, Yari Rossetti, Camillo Boll, Gregorio Boll, Elia Bolla, Giacomo Scanavin; Tiziano Pezzatti (Coach)

RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Joel Iseli; Jonathan Brand, Simon Brand, Dario Bühler, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Loris Thönen, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Schiedsrichter: Ivan D’Asio, Patricia Scheer

Tore: 1:0 / P. Saez (08:08), 2:0 / G. Boll (22:14), 3:0 / G. Boll (29:22), 3:1 / S. Meier (41:18), 4:1 / P. Saez (49:00)

Strafen: 1 x 2 Min. RHC Wimmis

Der RHC Wimmis ist im Viertelfinal der WSE-Trophy am grossen Favoriten Hockey Sarzana gescheitert. Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel verloren die Berner Oberländer auch das Rückspiel in Italien mit 1:5, konnten dem Profiteam aber über weite Strecken Paroli bieten und sammelten wertvolle internationale Erfahrung.

Wimmis startete mutig in die Partie und liess sich vom hohen Anfangstempo der Gastgeber nicht beeindrucken. Die Defensive stand kompakt, Torhüter Joel Iseli zeigte mehrere starke Paraden und auch offensiv kam Wimmis früh zu Abschlüssen. In der 11. Minute dann der verdiente Lohn: Nach einem schnellen Konter setzte sich Sandro Meier entschlossen durch und traf zur Wimmiser Führung – die gut gefüllte und zuvor sehr laute Halle verstummte kurzzeitig.

Sarzana reagierte mit einem Timeout und erhöhte in der Folge den Druck. Nach 15 Minuten gelang den Gastgebern der Ausgleich, als Spielmacher Xavier Rubio Jan Munné im Strafraum bediente, der sich clever zum Abschluss brachte. Wimmis hielt weiter solidarisch dagegen, musste kurz vor der Pause aber dennoch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Erneut war es Munné, der im Nachsetzen zur Führung und zum Pausenstand von 2:1 traf.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte Wimmis eine disziplinierte Leistung und konnte Sarzana zunächst erneut rund zehn Minuten vom eigenen Tor fernhalten. In der 37. Minute setzte sich dann Lucas Tabarelli über die Seite durch und traf zum 3:1. Nur Sekunden später folgte der nächste Rückschlag: Tabarelli packte den Hammer aus und traf mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel zum Doppelschlag.

Trotz des wachsenden Rückstands kämpfte Wimmis weiter und versuchte, dem hohen Tempo der Italiener standzuhalten. Kurz vor Schluss setzte Jan Munné mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt. Der junge Spanier lupfte den Ball technisch stark von hinter dem Tor hoch und traf sehenswert zum Endstand von 5:1.

Wimmis konnte über längere Phasen mit dem professionell aufgestellten Gegner mithalten und zeigte insbesondere in der Defensive eine geschlossene Teamleistung. Letztlich machte Sarzana mit konstant hohem Tempo, individueller Klasse und zwei Doppelschlägen den Unterschied klar und zog verdient in den Halbfinal der WSE-Trophy ein. Für den RHC Wimmis endet damit eine starke internationale Kampagne, in der mit dem Sieg gegen CP Roubaix ein französischer Vertreter ausgeschaltet werden konnte. Auch wenn im Viertelfinal die Grenzen aufgezeigt wurden, bleibt diese Europacup-Reise eine wertvolle Erfahrung – insbesondere für die vielen jungen Spieler im Wimmiser Kader.

Hockey Sarzana: Simone Corona, Alessandro Grossi; Santiago Manrique Esquibel, Lucas Ezequiel Tabarelli, Davide Borsi, Xavier Rubio Civit, Lorenzo Angeletti, Jan Munné Mas, Alessio Lavagetti, Francesco De Rinaldis; Sergio Festa (Coach)

RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Pinheiro da Costa; Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Brand, Jonathan Pfaehler, Simon Brand, Patrick Wittwer, Loris Thönen; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Schiedsrichter: Fernando Vasconcelos, Silvia Coelho

Tore: 0:1 / S. Meier (10:46), 1:1 / J. Munné (15:05), 2:1 / J. Munné (17:52), 3:1 / L. Tabarelli (36:47), 4:1 / L. Tabarelli (37:10), 5:1 / J. Munné (49:26)

Der RHC Wimmis musste am Donnerstagabend im Auswärtsspiel beim RSC Uttigen eine verdiente 1:4-Niederlage hinnehmen. In einer Partie zweier formstarker Teams gaben am Ende Effizienz, stabile Defensivarbeit und einige individuelle Fehler den Ausschlag zugunsten der Aaretaler.

Wimmis startete engagiert und traf gleich mit der ersten Aktion den Pfosten, tat sich in der Folge jedoch schwer, gegen die tief stehenden Gastgeber zu klaren Abschlüssen zu kommen. Uttigen verteidigte kompakt, liess kaum Räume zu und wartete geduldig auf Kontermöglichkeiten. In der 15. Minute nutzte Nick Matti einen solchen Moment: Er gewann das Sprintduell über die Seite, wurde nicht konsequent angegangen und traf zur Führung. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Gäste. Nach einem missglückten Klärungsversuch blieb der Ball im Strafraum liegen, Jonathan Scheer erhöhte auf 2:0 – erneut begünstigt durch einen individuellen Fehler in der Wimmiser Defensive.

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Uttigen den besseren Start. Nur zwei Minuten waren gespielt, als Matti mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 stellte, wobei die Sicht vor Wimmis-Torhüter Joel Iseli verdeckt war. Wimmis versuchte zu reagieren, erhöhte den Druck und hatte wenig später die grosse Möglichkeit zum Anschlusstreffer: Ramon Meier scheiterte jedoch vom Penaltypunkt am stark parierenden Uttiger Torhüter Janis Zaugg. Statt nochmals heranzukommen, öffneten sich in der Folge Räume, welche die Gastgeber in der 41. Minute eiskalt ausnutzten. Yves Walther stand dabei alleine vor dem Tor und schob zum 4:0 ein. Immerhin gelang Wimmis wenig später noch der Ehrentreffer, als Jonathan Brand einen Konter zum 4:1 abschloss.

Kurz vor Spielende sorgte eine unschöne Szene nochmals für Aufregung. Jonathan Pfaehler sah die Rote Karte, nachdem er sich zu einem Schubser hatte hinreissen lassen. Vorausgegangen war ein Duell mit Nick Matti, der mit zwei Treffern und grosser Präsenz eine überragende Partie zeigte. Provokationen gehören im Rollhockey dazu - Matti ist jedoch ein Spieler, der diese gerne sucht, auf Gegenwehr aber wenig tolerant reagiert. Eine Situation, auf die man aus Wimmiser Sicht dennoch nicht hätte eingehen dürfen.

Am Ende war Uttigen die effizientere Mannschaft und brachte den Vorsprung abgeklärt ins Ziel. Wimmis fand zu selten zu klaren Torchancen und wurde für individuelle Fehler konsequent bestraft. In der Meisterschaft stehen beide Teams nun mit je 15 Punkten auf den Rängen zwei und drei, wobei Uttigen noch ein Spiel weniger absolviert hat.

Am nächsten Tag stand für die Oberländer bereits die Reise nach Sarzana (I) an, wo am Samstag das Rückspiel im Europacup-Viertelfinal der WSE-Trophy auf dem Programm stand.

RSC Uttigen: Janis Luca Zaugg, Andy Hostettler; Nick Matti, Simon Rubi, Fabien Waridel, Jonathan Scheer, Leonard Scheer, Robin Schaffer, Yves Walther; Sascha Frey (Coach)

RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Jonathan Brand, Simon Brand, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Loris Thönen, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Schiedsrichter: Steff Jordi, Nolwenn-Beatrice Spohrer

Tore: 1:0 / N. Matti (14:36), 2:0 / J. Scheer (20:21), 3:0 / N. Matti (27:06), 4:0 / Y. Walther (40:35), 4:1 / J. Brand (45:42)

Strafen: 1 x 4 Min. RHC Wimmis

Der RHC Wimmis setzte am Samstagabend in der eiskalten Halle von Wolfurt ein starkes Ausrufezeichen und gewann das wichtige Auswärtsspiel souverän mit 5:0. In einem direkten Duell um die Playoff-Plätze bestätigten die Niedersimmentaler ihre zuletzt gute Form und festigten mit einer reifen Leistung den zweiten Rang in der Tabelle.

Die Partie begann erwartungsgemäss vorsichtig. Beide Teams lagen vor dem Spiel nur zwei Punkte auseinander und wollten sich keinen frühen Fehler erlauben. Wimmis hatte mehr Ballbesitz, ohne sich zunächst zwingende Chancen zu erspielen, während auch Wolfurt offensiv noch wenig Risiko einging. In der 11. Minute fiel dann der erste Treffer der Partie: Nach einem Block an der Spielfeldseite löste sich Ramon Meier geschickt von seinem Gegenspieler, wurde von Keita Graf vor dem Tor bedient und verwertete den Ball volley aus der Luft zur 0:1-Führung. Dieser Treffer gab den Gästen offenbar Sicherheit. Wimmis übernahm zunehmend die Kontrolle, während Wolfurt vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit mit aggressivem Pressing über das ganze Feld Druck aufbaute und auf den Ausgleich drängte. Doch entweder fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss oder Pedro Costa im Tor der Wimmiser war zur Stelle. So blieb es trotz einer intensiven Schlussphase der Hausherren bei der knappen Führung zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig zugunsten von Wimmis. Eine blaue Karte gegen Wolfurt brachte den Gästen ein Powerplay, das eiskalt genutzt wurde. Sandro Meier hatte im Überzahlspiel viel Platz, zog ab und traf mit seinem wuchtigen Schuss zum 0:2. Nur wenig später folgte praktisch die Kopie des Führungstreffers: Loris Thönen legte für Ramon Meier auf, der erneut erfolgreich war und auf 0:3 stellte. Spätestens jetzt hatte Wimmis das Spiel vollständig im Griff. Mit schnellem Umschaltspiel und Effizienz schraubten die Gäste das Resultat weiter nach oben. Wieder war es Sandro Meier, der nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte beim anschliessenden Konter aus dem Halbfeld abzog und unhaltbar zum 0:4 traf.

Wolfurt versuchte in der Schlussphase mit letzter Kraft noch einmal alles, lief aber immer wieder in die gut organisierte Defensive der Wimmiser. In der 48. Minute setzte Jonathan Brand den Schlusspunkt, als er sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, alleine vor dem Tor auftauchte und souverän zum 0:5 einschob. Auch ein später Penalty brachte den Gastgebern keinen Ehrentreffer mehr ein und Pedro Costa krönte seinen starken Auftritt mit einem Shutout.

Nach einer noch ausgeglichenen ersten Halbzeit liess die zweite Hälfte keine Zweifel mehr am verdienten Sieger. Wimmis dominierte das Geschehen, liess Ball und Gegner laufen und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. Mit diesem klaren Erfolg untermauert der RHC Wimmis seine Ambitionen im Kampf um die Playoff-Plätze. Bereits am kommenden Donnerstag wartet mit dem Auswärtsspiel beim RSC Uttigen das nächste Direktduell, bevor am Freitagmorgen die Reise nach Sarzana zum Europacup-Rückspiel im Viertelfinal der WSE-Trophy ansteht.

RHC Wolfurt: Jon Miñarro Camarero, Alexander Prutsch; Aurel Zehrer, Daniel Zehrer, Ferran Puig Aragon, Elias Mark, Tobias Kirchberger, Enrique Biedma Planas, Arnau Dilme Vallribera, Kilian Laritz

RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Joel Iseli; Jonathan Brand, Simon Brand, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Loris Thönen, Patrick Wittwer

Schiedsrichter: Steff Jordi, Athos Pellegrini

Tore: 0:1 / R. Meier (10:48), 0:2 / S. Meier (35:07), 0:3 / R. Meier (36:52), 0:4 / S. Meier (39:25), 0:5 / J. Brand (47:22)

Strafen: 1 x 2 Min. RHC Wolfurt

Der RHC Wimmis qualifizierte sich erstmals für einen Viertelfinal in einem internationalen Wettbewerb. Nach dem Erfolg gegen CP Roubaix traf die Mannschaft von Trainer Rui Ribeiro im Hinspiel der WSE-Trophy auf das italienische Profiteam von Hockey Sarzana. Die Gäste reisten mit viel Erfahrung und individueller Qualität an und galten entsprechend als Favoriten, während Wimmis die Aufgabe annahm, sich auf europäischer Bühne zu messen.

Von Beginn weg setzten die Italiener die Wimmiser mit hohem Tempo und aggressivem Pressing unter Druck. Bereits in der 7. Minute zeigte Jan Munné seine Klasse, dribbelte sich durch mehrere Verteidiger und liess Joel Iseli im Tor keine Abwehrchance – das frühe 0:1 für Sarzana. Wimmis benötigte einige Minuten, um sich an die Intensität zu gewöhnen, steigerte sich aber im Verlauf der ersten Halbzeit. Mit zunehmender Spielzeit gelang es den Gastgebern besser, sich aus dem Pressing zu lösen und selbst zu Ballbesitz sowie einzelnen Torchancen zu kommen. Dennoch bestimmte Sarzana das Spielgeschehen, während Wimmis defensiv sehr diszipliniert agierte, viele Abschlüsse blockte und dank eines starken Iseli weitere Gegentore verhinderte. Mit dem knappen 0:1 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Sarzana erneut den besseren Start. Nur 1:51 Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Alessio Lavagetti am zweiten Pfosten volley auf 0:2. Wimmis zeigte jedoch Moral und kam postwendend zurück ins Spiel. Nach einem Konter wurde Jonathan Brand im Strafraum gefoult, den fälligen Penalty verwertete Ramon Meier sicher zum 1:2-Anschlusstreffer.

In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie. Wimmis verteidigte weiterhin aufopferungsvoll und konnte sich auch auf den eingewechselten Pedro Costa verlassen. Sarzana liess den Ball gut zirkulieren, fand aber lange kein Durchkommen gegen die kompakte Defensive der Gastgeber. Kurz vor Spielende setzte Sarzana nochmals zu einer Druckphase an, in der Routinier Francesco De Rinaldis seine Erfahrung ausspielte und mit einem Backhand-Abschluss aus der Drehung den 1:3-Endstand erzielte.

Am Ende setzte sich Hockey Sarzana verdient durch. Die Italiener überzeugten mit Tempo, Technik und Routine, während Wimmis insbesondere defensiv eine starke Leistung zeigte. Beide Wimmiser Torhüter präsentierten sich in guter Form, und die Mannschaft investierte viel Einsatz mit zahlreichen geblockten Schüssen. Offensiv konnte man den gegnerischen Torhüter Simone Corona einzig per Penalty bezwingen, hatte aber dennoch einige gute Möglichkeiten. Trotz der Niederlage darf Wimmis stolz auf die eigene Leistung sein und konnte wertvolle internationale Erfahrung sammeln. Für das Rückspiel am 24.01.2026 in Sarzana gilt es, im Offensivspiel noch präziser zu agieren und erneut mit Kampfgeist und positiver Einstellung aufzutreten.

RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Brand, Jonathan Pfaehler, Simon Brand, Patrick Wittwer, Loris Thönen; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Hockey Sarzana: Simone Corona, Alessandro Grossi; Santiago Manrique Esquibel, Lucas Ezequiel Tabarelli, Davide Borsi, Xavier Rubio Civit, Lorenzo Angeletti, Jan Munné Mas, Alessio Lavagetti, Francesco De Rinaldis; Sergio Festa (Coach)

Schiedsrichter: Ivan Gonzalez, Oriol Perez

Tore: 0:1 / J. Munné (06:32), 0:2 / A. Lavagetti (26:51), 1:2 / R. Meier (27:40), 1:3 / F. De Rinaldis (45:24)

Strafen: Keine

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Was sich am Samstagabend in der Wimmiser Halle abspielt, ist europäischer Rollhockey-Thriller pur. Der RHC Wimmis dreht im Rückspiel des Achtelfinals der WSE-Trophy einen knappen Hinspielrückstand, bezwingt den französischen Vertreter CP Roubaix mit 5:3 und zieht nach einer hochdramatischen Schlussphase in die nächste Runde ein.

Die Gäste aus Frankreich legen vom Anpfiff weg ein hohes Tempo vor und setzen Wimmis früh unter Druck. Roubaix zeigt seine individuelle Klasse, kombiniert schnell und zwingt die Hausherren zu konsequenter Defensivarbeit. Doch wie bereits am Vorabend gegen Thun präsentiert sich Wimmis extrem kompakt und solidarisch. Allen voran Torhüter Joel Iseli wächst über sich hinaus und hält sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel. Nach gut zehn Minuten setzt Wimmis dann das erste Ausrufezeichen: Ein sauber ausgespielter Konter endet bei Ramon Meier, der direkt abschliesst und zur 1:0-Führung trifft. Damit ist das Gesamtscore aus Hin- und Rückspiel wieder ausgeglichen. Kurz darauf nimmt Trainer Rui Ribeiro ein Timeout, um Ordnung und Fokus hochzuhalten.

Das Spiel bleibt intensiv und physisch, Roubaix sucht weiter den Weg nach vorne, findet aber kaum ein Durchkommen. Wimmis verteidigt leidenschaftlich und lauert auf Umschaltmomente. Zur Pause steht eine knappe, aber enorm wertvolle Führung – getragen von Disziplin, Laufbereitschaft und einem überragenden Iseli im Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt die Partie auf hohem Niveau. Wimmis kommt nun etwas mutiger aus der Kabine und belohnt sich erneut. Nach einem gelungenen Spielzug wird Ramon Meier von hinter dem Tor angespielt und vollendet ein zweites Mal direkt zum 2:0. Die Halle kocht – doch Roubaix bleibt ruhig, erhöht den Druck und zwingt Wimmis in die Defensive. Der Anschlusstreffer fällt nach einem abgefälschten Schuss, der unhaltbar im Tor landet. Die Spannung ist nun greifbar.

Als knapp drei Minuten vor Schluss nach dem zehnten Teamfoul der Direkte Freistoss für Roubaix zum 2:2 verwandelt wird, scheint das Pendel zu kippen. In diesem Moment wäre Wimmis ausgeschieden. Die provokante Jubelgeste des Torschützen vor den heimischen Fans wirkt wie ein Weckruf. Ribeiro nimmt sein letztes Timeout, erinnert sein Team an die starke Leistung und fordert alles oder nichts.

Die Antwort folgt postwendend. Wimmis presst, erobert den Ball – Jonathan Brand zieht ab und trifft zum 3:2. Kaum 15 Sekunden später wiederholt sich das Bild: Ballgewinn, schnelles Umschalten, Keita Graf vollendet zum 4:2. Die Halle explodiert. Roubaix setzt nun alles auf eine Karte, ersetzt den Torhüter durch einen fünften Feldspieler – und läuft in den nächsten Konter. Erneut ist es Brand, der ins leere Tor einschiebt und das 5:2 erzielt. Zwar gelingt den Gästen nochmals ein Treffer aus dem Gewühl heraus, doch die letzten Sekunden übersteht Wimmis mit grossem Kampfgeist.

Nach 50 Minuten ist es geschafft. Wimmis ringt einen individuell stark besetzten Gegner nieder und feiert einen historischen Europacup-Abend. Die Mannschaft musste brutal leiden, hielt aber geschlossen dagegen und verdiente sich den Erfolg mit einer aussergewöhnlichen Teamleistung. Die Stimmung in der Halle ist grandios, Spieler und Fans feiern gemeinsam eine emotionale Sensation.

Im Viertelfinal der WSE Trophy wartet nun das italienische Spitzenteam Hockey Sarzana. Das Hinspiel findet am 10. Januar 2026 in Wimmis statt, das Rückspiel folgt am 24. Januar 2026 in Italien.

RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Brand, Jonathan Pfaehler, Simon Brand, Patrick Wittwer, Loris Thönen; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

CP Roubaix: Juan Eduardo Montano, Alexandre Potteau; Matias Emanuel Maldonado Bernal, Fermin Roby Pastor, Hugo Demey, Marçal Cuenca Leon, Santiago Facundo Maure, Matias Martin Fuslieri, Thomas Potteau, Juan Carlos Lucero; Bruno Potteau (Coach)

Schiedsrichter: Albert Barba, Daniel Pico

Tore: 1:0 / R. Meier (09:38), 2:0 / R. Meier (29:28), 2:1 / F. Roby (39:01), 2:2 / M. Martin (47:23), 3:2 / J. Brand (48:16), 4:2 / K. Graf (48:31), 5:2 / J. Brand (49:24), 5:3 / T. Potteau (49:41)

Strafen: Keine

Europacup

Ein intensives Derby kurz vor Weihnachten endet mit einem verdienten Heimsieg für den RHC Wimmis. In einer umkämpften Partie, die lange offen bleibt, überzeugt das Heimteam vor allem mit Geschlossenheit und Disziplin – und sichert sich drei enorm wichtige Punkte im direkten Duell um die Playoff-Plätze.

Wimmis übernimmt von Beginn an die Initiative und setzt früh das erste Ausrufezeichen. Bereits nach knapp zwei Minuten schaltet das Heimteam schnell um, Sandro Meier kommt frei zum Abschluss und zieht aus der Halbdistanz kompromisslos ab. Sein präziser Schuss bringt die frühe Führung. Der Treffer verleiht den Wimmisern Sicherheit, Ball und Tempo liegen fortan mehrheitlich bei den Gastgebern. Thunerstern agiert offensiv zurückhaltend, kann sich jedoch auf Torhüter Simos Panagopoulos verlassen, der sein Team mehrfach im Spiel hält. Auf der Gegenseite präsentiert sich auch Pedro Costa hellwach und entschärft die wenigen Abschlüsse der Gäste souverän. Eine Überzahlsituation kurz vor der Pause bleibt ungenutzt, sodass es mit einem knappen, aber verdienten Vorsprung in die Kabinen geht.

Nach dem Seitenwechsel tritt Thun deutlich aktiver auf und zwingt Wimmis vermehrt zu Defensivarbeit. Das frühe Timeout von Trainer Rui Ribeiro bringt die nötige Ordnung zurück, das Heimteam findet wieder besser in die eigene Struktur. Die Partie bleibt intensiv und ausgeglichen, ehe Wimmis in der Schlussphase den entscheidenden Nadelstich setzt. Nach einem Angriff über die Seite setzt sich Keita Graf durch, hebt den Ball technisch stark an und vollendet volley zur viel umjubelten Zwei-Tore-Führung.

Thun geht nun volles Risiko und öffnet Räume – die Wimmiser nutzen dies konsequent. Jonathan Brand fängt einen Ball ab, zieht alleine davon und schliesst den Konter rund eineinhalb Minuten vor Schluss abgeklärt zum 3:0 ab. Der späte Anschlusstreffer der Gäste fällt nach einem abgefälschten Abschluss von Gian Rettenmund und bleibt reine Resultatkosmetik.

Am Ende steht ein verdienter Derbysieg, getragen von konsequenter Defensivarbeit, hoher Laufbereitschaft und einem starken Pedro Costa im Tor. Mit diesen drei Punkten klettert der RHC Wimmis auf Rang zwei der Tabelle und setzt seine starke Phase fort. Nach dem Cup-Halbfinaleinzug gegen Münsingen gelingt auch in der Meisterschaft ein wichtiger Schritt nach vorne – der Playoff-Kampf ist lanciert.

Bereits am darauffolgenden Tag stand für die Wimmiser das Rückspiel im Achtelfinal des Europacups gegen den CP Roubaix aus Frankreich auf dem Programm.

RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Joel Iseli; Jonathan Brand, Simon Brand, Dario Bühler, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

SC Thunerstern: Simos Panagopoulos, Nicola Tommasi; Gian Gempeler, Jonas Schädeli, Jan Schober, Gian Rettenmund, Raphael Rettenmund, Tiago Manuel Ferreira de Sousa, Sven Schenk, Cedrik Wagner; André Pereira (Coach)

Schiedsrichter: Steff Jordi, César Augusto Salgueiro Torres

Tore: 1:0 / S. Meier (01:52), 2:0 / K. Graf (43:22), 3:0 / J. Brand (48:24), 3:1 / G. Rettenmund (49:22)

Strafen: 1 x 2 Min. SC Thunerstern

Der 29. November 2025 wird dem RHC Wimmis als bitterer Abend in Erinnerung bleiben. Auswärts beim souveränen Leader RHC Diessbach erlebt die Mannschaft einen Start zum Vergessen – und findet über die gesamte Spielzeit nie wirklich ins Spiel. Was folgt, ist eine Partie, die sinnbildlich zeigt, wie hart Rollhockey sein kann, wenn von der ersten Sekunde an nichts zusammenläuft.

Der RHC Wimmis erlebt in Diessbach einen vollkommen gebrauchten Abend. Keine drei Minuten sind gespielt, da liegt die Ribeiro-Equipe bereits mit 0:2 zurück: Zweimal dieselbe Aktion, zweimal lässt sich die Wimmiser Defensive auf der Seite blocken, zweimal schlägt Diessbach eiskalt zu. Wimmis hatte zwar unmittelbar nach dem Anpfiff eine Grosschance auf die Führung, vergibt aber – und kassiert direkt im Gegenzug zwei Gegentore, die sinnbildlich für den Start stehen. Trainer Rui Ribeiro kocht an der Bande und nimmt bereits nach knapp 3 Minuten ein Timeout, doch auch dieses bringt keinerlei Wirkung.

Stattdessen reihen sich weitere Fehler aneinander. Ein unpräziser Abschluss aus der Mitte führt zum nächsten Konter, den Lorenzo Rui kompromisslos zum 3:0 verwertet. Die Gastgeber nehmen Wimmis danach komplett auseinander: Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte, ein Strich von Cyan Dysli in den Winkel zum 4:0 – und der nächste zwingende Grund für ein frühes Timeout. Was die Wimmiser in der ersten Halbzeit zeigen, ist weit unter ihrem Niveau: unkonzentriert, fehlerhaft, ohne Tempo, ohne Zugriff. Diessbach hingegen spielt wie der souveräne Leader, der er aktuell ist. Zur Pause steht ein brutales 4:0, das in seiner Deutlichkeit sogar noch schmeichelhaft wirkt.

Mit dem Seitenwechsel kommt Pedro Costa für Joel Iseli ins Tor, doch auch der Wechsel kann das Spiel nicht kippen. Diessbach presst weiter hoch, Wimmis findet zu keinem Zeitpunkt Lösungen. Ein Pass, ein Abschluss – Rui erhöht auf 5:0. Kurz darauf kombiniert sich Diessbach sauber durch die Wimmiser Abwehr und Maël Dysli vollendet sehenswert zum 6:0. Die erneuten Timeouts der beiden Teams ändern nichts am Bild: Wimmis bleibt blass, Diessbach gnadenlos. Es folgt ein weiterer Konter zum 7:0, der den Abend endgültig besiegelt.

Erst kurz vor Schluss bietet sich Wimmis die Chance auf den Ehrentreffer per Penalty – doch selbst dieser findet an diesem Abend nicht den Weg ins Tor. Es passt einfach alles zusammen, was nicht zusammenpassen darf. Offensiv gelangen zwar einzelne Aktionen, doch Manuel Silva im Tor der Diessbacher liess sich nicht überwinden. Nach 50 Minuten ist die Partie vorbei, und Wimmis muss sich bei den mitgereisten Fans entschuldigen. Es war die schwächste Leistung seit Jahren, und die Worte von Trainer Ribeiro – er sprach offen von einer „Schande“ – treffen den Kern des Geschehenen. Diessbach spielte stark und konsequent, Wimmis schlicht schlecht. Fertig.

Am 14. Dezember 2025 bietet sich im Cup-Achtelfinal auswärts bei den HC Münsingen Wölfe die Chance auf eine Reaktion. Dort geht es um den Einzug ins Final-Four-Turnier – und darum, wieder zu zeigen, wozu diese Mannschaft fähig ist, wenn sie ihre Basics abruft und mit der nötigen Demut auftritt.

RHC Diessbach: Manuel Antonio Costa Silva, Kilian Schneider; Pascal Kissling, Yanic Dysli, Cyan Dysli, Nino Wyss, Maël Dysli, Noé Schmocker, Simon Baumann, Lorenzo Rui

RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Jonathan Brand, Dario Bühler, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Tore: 1:0 / Y. Dysli (02:19), 2:0 / N. Wyss (02:43), 3:0 / L. Rui (05:35), 4:0 / C. Dysli (12:17), 5:0 / L. Rui (30:20), 6:0 / M. Dysli (34:43), 7:0 / Y. Dysli (45:56)

Strafen: Keine

Dario Bühler

Nur knapp einen Monat zuvor trafen die beiden Teams bereits in der Meisterschaft aufeinander – damals mit dem besseren Ende für Thun, das kurz vor Schluss mit 3:2 gewann. Im Cup-Achtelfinal wollte sich Wimmis für diese Niederlage revanchieren, musste jedoch mit müden Beinen antreten, nachdem man tags zuvor gegen Pully bis ins Penaltyschiessen musste.

Beide Teams starteten konzentriert, und die Torhüter Nicola Tommasi (Thun) und Pedro Costa (Wimmis) zeigten von Beginn an eine starke Leistung. Zur Pause stand es 0:0 – ein Spiegelbild der ausgeglichenen ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Wimmis für den zunehmenden Druck: In der 31. Minute staubte Ramon Meier nach einem Schuss von Loris Thönen zum 0:1 ab. Danach folgten Strafen auf beiden Seiten, doch weder das Powerplay noch Unterzahlsituationen führten zu Toren. Vier Minuten vor Schluss glich Thuns Tiago Sousa per Weitschuss aus, sodass die Partie – wie schon am Vortag – in die Verlängerung ging.

Kurz vor Ende der ersten Verlängerung schlug Wimmis eiskalt zu: Meier traf eine Sekunde vor der Sirene zur erneuten Führung. In der zweiten Hälfte der Verlängerung legte Meier nach und erhöhte auf 1:3, ehe Jonathan Brand mit einem Treffer ins leere Tor den 1:4-Endstand herstellte.

Wimmis revanchiert sich eindrucksvoll für die Meisterschaftsniederlage und zieht erstmals seit mehreren Jahren wieder in den Cup-Viertelfinal ein. Das Team zeigte trotz Doppelbelastung eine starke kämpferische und taktische Leistung, blieb defensiv stabil und effizient in der Verlängerung. Mit diesem Erfolg geht es nun voller Selbstvertrauen in die Europacup-Partie am kommenden Wochenende in Roubaix (F).

SC Thunerstern: Nicola Tommasi, Simos Panagopoulos; Gian Rettenmund, Fabio Tommasi, Jonas Schädeli, Jan Schober, Gian Gempeler, Sven Schenk, Tiago Manuel Ferreira de Sousa; André Pereira (Coach)

RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Joel Iseli; Jonathan Brand, Dario Bühler, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Loris Thönen, Patrick Wittwer, Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Schiedsrichter: Massimo Rebughini, Enrico Uggeri

Tore: 0:1 / R. Meier (30:11), 1:1 / T. Sousa (46:11), 1:2 / R. Meier (54:59), 1 :3 / R. Meier (55:58), 1:4 / J. Brand (59:21)

Strafen: 1 x 2 Min. SC Thunerstern / 1 x 2 Min. RHC Wimmis

Statements

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"Man muss viel und gut trainieren, damit man später ein erfolgreicher Spieler wird. Ich möchte einmal in der Nationalmannschaft spielen"
Ramon Meier, Captain der U-17

"Als Hersteller und Planer von Spielplätzen, sind die Momente der Freude eines Kindes an einem Spielplatz, der schönste Lohn in unserem Berufsalltag! Dieselbe Freude zaubert der RHC Wimmis den Kleinsten auf ihren Rollschuhen ins Gesicht. Jeder Moment des Erfolgs, in dem Ihnen etwas Neues gelingt, lässt sie strahlen. "
Hansjürg Baumberger (Sponsor)

"Es war schon mein Kindheitstraum, einmal im Aufgebot der Nationalmannschaft zu stehen. Jetzt, mit 25 Jahren habe ich diese Chance mich zu beweisen. Dies sind wertvolle Erfahrungen, welche mich auf sportlicher Ebene weiterbringen und zu mehr antreiben. Zudem gilt es, diese Bereicherungen im momentan sehr jungen Team des RHCW einzubringen."Sebastian Pfähler NLA Spieler RHC Wimmis

Rollhockey Club Wimmis

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3752 Wimmis

info@rhcwimmis.ch

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