Der RHC Wimmis feierte am Samstagabend einen wichtigen 6:4-Heimsieg gegen den Genève RHC und hielt damit den Anschluss im Rennen um die Playoff-Plätze. Zwischen Rang 3 und 6 liegen aktuell lediglich vier Punkte, was die Bedeutung dieses Erfolgs zusätzlich unterstreicht.
Der Start in die Partie misslang Wimmis zunächst. Ein Ballverlust im Spielaufbau ermöglichte den Gästen einen schnellen 2-gegen-1-Konter, den Maé Brenas nach gut drei Minuten mit einem wuchtigen Abschluss in den Winkel zur frühen Genfer Führung nutzte. Die Reaktion der Gastgeber folgte jedoch prompt. Nur Sekunden später musste Lucas Pahud nach einem Stockschlag ins Gesicht von Patrick Wittwer mit einer Blauen Karte auf die Strafbank – und Wimmis nutzte das erste Powerplay eiskalt aus. Sandro Meier glich mit einem schnellen Abschluss aus, ehe Jonathan Brand im selben Überzahlspiel einen scharfen Pass vors Tor spielte, der von einem Genfer Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wurde und so zur Wimmiser Führung führte.
Wimmis blieb dominant und zeigte sich weiterhin effizient. Meier erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 3:1, ehe die Gäste zwar nochmals zu einer Unterzahlsituation gezwungen wurden, diese aber überstanden. Kurz vor der Pause folgte die dritte Blaue Karte gegen Genf – und erneut schlug das Powerplay der Hausherren zu. Keita Graf traf nur sechs Sekunden nach Beginn der Überzahl volley aus der Luft zum 4:1-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie endgültig in Richtung Wimmis zu kippen. Ramon Meier verwertete einen Penalty souverän zum 5:1, doch kurz darauf brachte sich Wimmis selbst wieder in Bedrängnis. Nach einer Blauen Karte gegen Graf nutzte Genf das folgende Powerplay doppelt aus. Zweimal war es Lucas Pahud, der traf und die Gäste innerhalb weniger Minuten zurück ins Spiel brachte. Der RHC Wimmis wirkte in dieser Phase defensiv ungeordnet, Trainer Rui Ribeiro reagierte folgerichtig mit einem Timeout.
Trotzdem kam Genève weiter heran. Nach dem 15. Teamfoul gegen Wimmis verwandelte Thomas Julien den Direkten Freistoss zum 5:4 und machte die Partie endgültig wieder offen. Die Oberländer zeigten sich nun kurzzeitig nervös, fanden aber rechtzeitig wieder Stabilität. Als Genf in der Schlussphase über das ganze Feld presste, nutzte Keita Graf den freien Raum konsequent aus, lief alleine auf das Tor zu und entschied die Partie mit seinem zweiten Treffer zum 6:4-Endstand.
Insgesamt zeigte Wimmis über weite Strecken eine überzeugende Leistung, kontrollierte das Spielgeschehen und präsentierte sich im Powerplay äusserst effizient. Nachlässigkeiten nach dem 5:1 brachten die Gäste zwar nochmals zurück ins Spiel, doch in der entscheidenden Phase bewahrte das Team Ruhe und setzte den Schlusspunkt.
Der Sieg ist verdient und zugleich wichtig im Kampf um die Playoff-Plätze. Nun folgt für den RHC Wimmis eine zweiwöchige Spielpause, ehe es am 28. Februar auswärts in Pully mit der nächsten richtungsweisenden Begegnung weitergeht.
RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Elias Kauter; Jonathan Brand, Simon Brand, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Nino Sahli, Loris Thönen, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)
Genève RHC: David Diaz Cosme, Cyrille Schweizer; Maé Yann Louis Brenas, Ramos Gorgojo Pelayo, Federico Iranzo, Lucas Pahud, Titouan Brenas, Thomas Julien, Alfredo Portugal Cartagena
Schiedsrichter: Urs Rubi, Rui Miguel Oliveira Faria
Tore: 0:1 / M. Brenas (03:33), 1:1 / S. Meier (04:41), 2:1 / J. Brand (05:16), 3:1 / S. Meier (06:58), 4:1 / K. Graf (23:30), 5:1 / R. Meier (29:36), 5:2 / L. Pahud (30:18), 5:3 / L. Pahud (31:04), 5:4 / T. Julien (45:21), 6:4 / K. Graf (48:15)
Strafen: 1 x 2 Min. RHC Wimmis / 3 x 2 Min. Genève RHC





