Der RHC Wimmis verliert auch das dritte Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen den RHC Diessbach – diesmal mit 1:4 nach Verlängerung – und scheidet damit aus den Playoffs aus. In einer lange ausgeglichenen Partie fehlte den Berner Oberländern trotz klarer Leistungssteigerung letztlich die Effizienz vor dem Tor.
Wimmis startete im Vergleich zu den ersten beiden Spielen deutlich besser in die Partie und begegnete dem Qualifikationssieger von Beginn an auf Augenhöhe. Beide Teams suchten früh den Abschluss, wobei sich die Oberländer mutig präsentierten und immer wieder für Gefahr vor dem Diessbacher Tor sorgten. Die erste grosse Möglichkeit bot sich jedoch den Gastgebern, doch Joel Iseli parierte den Penalty von Lorenzo Rui stark. Kurz vor der Pause ging Diessbach dennoch in Führung: Pascal Kissling traf mit einem Distanzschuss, der von einem Verteidiger noch leicht abgelenkt wurde. Die Antwort von Wimmis folgte postwendend – nur wenige Sekunden später setzte Loris Thönen nach einem Zuspiel von Simon Brand entschlossen nach und glich zum 1:1 aus.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgeglichen. Wimmis zeigte die bislang beste Leistung in dieser Serie, erspielte sich ein leichtes Chancenplus und setzte Diessbach immer wieder unter Druck. Beide Torhüter standen im Mittelpunkt: Sowohl Iseli auf Wimmiser Seite als auch Manuel Silva im Tor der Gastgeber überzeugten mit starken Paraden und hielten ihre Teams im Spiel. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es nach regulärer Spielzeit beim 1:1.
In der Verlängerung fiel die Entscheidung zugunsten der Gastgeber – auch mit einer entscheidenden Szene kurz zuvor. Nach dem zehnten Teamfoul gegen Diessbach bot sich Wimmis die grosse Chance zur Führung, doch Ramon Meier scheiterte mit dem Direkten Freistoss an Silva. Im Gegenzug erhielt Diessbach nach dem zehnten Teamfoul gegen Wimmis ebenfalls einen Direkten Freistoss, den Yanic Dysli zur 2:1-Führung verwertete. Nur kurze Zeit später erhöhte Kissling nach einem Abpraller auf 3:1. Wimmis versuchte in der Folge alles, ersetzte den Torhüter durch einen fünften Feldspieler, wurde dafür jedoch mit einem weiteren Treffer ins leere Tor bestraft.
Für den RHC Wimmis ist das Ausscheiden besonders bitter, da man über weite Strecken die beste Leistung dieser Serie zeigte und den Gegner zeitweise sogar dominierte. Letztlich fehlte jedoch die Effizienz im Abschluss, während Diessbach seine Chancen in der Verlängerung nutzte und die Partie routiniert zu Ende spielte. Über die gesamte Serie gesehen ist der Finaleinzug der Seeländer verdient.
Mit der Niederlage endet gleichzeitig die Karriere von Captain Simon Brand, der nach mehreren verletzungsgeprägten Jahren seinen Rücktritt angekündigt hatte. Trotz des Ausscheidens kann Wimmis auf eine insgesamt erfolgreiche Saison zurückblicken – mit der erneuten Playoff-Qualifikation, dem Einzug in den Cupfinal sowie einer starken Europacup-Kampagne.
RHC Diessbach: Manuel Antonio Costa Silva, Josua Klöti; Pascal Kissling, Yanic Dysli, Cyan Dysli, Nino Wyss, Maël Dysli, Noé Schmocker, Lorenzo Rui; Christine Schneider (Coach)
RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Jonathan Brand, Simon Brand, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Nino Sahli, Loris Thönen, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)
Schiedsrichter: Pedro Antunes, Carles Casabella
Tore: 1:0 / P. Kissling (22:30), 1:1 / L. Thönen (23:02), 2:1 / Y. Dysli (51:25), 3:1 / P. Kissling (53:19), 4:1 / C. Dysli (59:19)
Strafen: Keine






